Was ist Geriatrie?

Geriatrie ist die medizinische Spezialdisziplin für ältere Menschen. In der Regel werden Patienten ab dem 65. Lebensjahr behandelt.

Das Alter allein sagt jedoch nur wenig über den Gesundheitszustand aus. Viel entscheidender für die Gesundheit eines älteren Menschen sind seine Vitalität, die Anzahl seiner Erkrankungen sowie seine Fähigkeit die Aufgaben des täglichen Lebens zu meistern. Diese Faktoren finden in der Altersmedizin bei der Begleitung gesunder und erkrankter Menschen grösste Beachtung.

Typische, mit dem Alter vermehrt auftretende Schwierigkeiten sind Gebrechlichkeit, Verwirrtheit, Stürze, Schwindel, Inkontinenz, Einsamkeit und Ängste. Die Geriatrie widmet sich diesen Herausforderungen intensiv. Grundvoraussetzung hierfür ist die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen.
Ferner hat die Rehabilitation in der Altersmedizin einen hohen Stellenwert. Bei akuten Erkrankungen beginnt die rehabilitative Arbeit zur Wiederherstellung von Funktion und Autonomie bereits am ersten Tage des Spitalaufenthaltes.

Auch die Begleitung von sterbenden Mitmenschen ist eine wichtige Aufgabe der Geriatrie. Der letzten Lebensphase, mit ihren wichtigen Entscheidungen und Unterstützungsmöglichkeiten, kommt eine grosse Bedeutung zu.

Zuletzt spielt in der Altersmedizin das soziale Umfeld des Patienten eine grosse Rolle. Anregungen aus dem sozialen Umkreis beeinflussen gesundes Altern überaus positiv. Sie sind eine unschätzbare Ressource für körperliche, geistige und emotionale Altersgesundheit.